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Behutsamer Umgang mit letzten Geheimnissen der Natur


Physik-Nobelpreisträger A.H. Compton, der maßgeblich
an der Atombombenentwicklung in den USA mitgearbeitet
hatte, hatte in einem Interview wenige Jahre vor
seinem Tod noch mitgeteilt, dass das Risiko einer
ersten Atombombenzündung - nämlich das Auslösen
einer noch viel, viel größeren Explosion  als die einer
einzelnen A-Bombe -  während der A-Bombenentwicklung
auf kleiner als 3 in einer Million abgeschätzt wurde -
ein Wert, wäre er überschritten worden, dazu geführt
hätte, seine eigene Beteiligung (Comptons) an
der A-Bombenentwicklung einzustellen. H.A. Bethe,
ebenfalls hochkompetenter Mitentwickler, hatte etwas später
den Wert zu einer Risikooberschranke von 3 in einer
Million noch als tatsächlich wesentlich kleiner ermitteln können.

Bemerkenswert ist, dass ein hochgebildeter
Nobelpreisträger wie A.H. Compton, ein menschenverursachtes
Globalrisiko seinerzeit bereit war hinzunehmen, wenn
es kleiner als 3 in einer Million ist - hier auch
unter einer zu berücksichtigenden Weltkriegslage in ca. 1944.

Neue, zeitnahe Globalrisiken, die evtl. durch Forschungen
mit hochspeziellen, energiereichen Teilchenkollisionen
verbunden sein könnten, wären hochaktuell bezüglich
ihrer Hinnehmbarkeit seitens der beteiligten Forschern
zu prüfen - sicherlich werden hier Umfragen in den
beteiligten Wissenschaftlerkreisen keinen Wert
in Höhe von 1:333333 diskutabel machen -
wie damals in den 1940er-Jahren - sondern ein
wesentlich kleiner Wert wird hier sichtbar werden können,
darf man vorhersagen. - Leider finden sich hierzu keinerlei institutionell
verbindlichen Angaben; dies muss auf internationaler Ebene angesichts
einer Globalisierung von Industrie und rasant fortschreitender Wissenschaft
geändert werden. Lediglich Ansätze finden sich hierzu in
der Literatur, jedoch keine konsensmäßig, verbindlich herbeigeführte
Risikohöchstwerte - eine Aufgabe für die Community
der CERN-Wissenschaftler ?  Sehr gut möglich und sinnvoll, meint
der Webseitenautor, dann aber auch unter interdisziplinärer
Beteiligung anderer zuständiger Wissenschaftszweige
wie der Risikoforschung.

Der Krug der Wissenschaftsevolution geht nur so lange
zu Wasser bis er bricht, eben wenn 'letzte' Geheimnisse der
Natur sozusagen 'auspressend' in unnatürlicher Weise
angegangen werden - mit einer derart unguten Möglichkeit
sollte besser schon von vornherein fest gerechnet werden, und
es muss sinnvoll damit  umgegangen werden. Augen zu und
durch - dies kann nur eine Strategie der Vergangenheit sein;
was fehlt, ist eine breite, umfassende Diskussion.      
                                                                                                Fortführungsstand:   26.04.2015